Adhoc-Laden: Innovationen gegen Preisfallen

Die Bundesregierung setzt auf Adhoc-Laden. Ab Sommer 2023 müssen neue Ladesäulen die Möglichkeit anbieten, schnell und ohne Anmeldung zu bezahlen, doch aktuell kämpft das Adhoc-Laden noch mit Problemen.

Mit 165.000.000 Euro rechnete die alte Bundesregierung als Aufwand für die Wirtschaft, um die nötigen Umrüstungen und Anschaffungen vorzunehmen. Technagon setzt bereits seit langem in Zusammenarbeit mit der GLS-Bank auf Giro-e, was die schnelle Bezahlung an Ladestationen ermöglicht. Dennoch: Die gesetzliche Regelung wird das Laden in Deutschland mittelfristig grundlegend verändern. Wie sieht es aktuell mit dem Adhoc-Laden aus?

Vorsicht vor Preisfallen

Leider zeigen Recherchen zum Thema, dass das Adhoc-Laden aktuell noch ein sehr düsteres Bild abgibt. Die Grundidee, ohne Anmeldung und komplexe Verfahren aufladen zu können, ist zwar sinnvoll, wird nicht immer mit diesem Ziel angeboten. Im Internet warnen alte E-Hasen Elektroauto-Neulinge vor dem Adhoc-Laden, denn die Preise sind unkontrolliert und oft warten versteckte Kosten. Aktuellen Recherchen zufolge kommt es sogar vor, dass wegen versteckten Gebühren beim Adhoc-Laden ein Kilowattstundenpreis von 1,15 Euro fällig werden kann. Im beschriebenen Beispiel ist eine einmalige Startgebühr von fast zehn Euro zu bezahlen, um den Ladevorgang überhaupt zu starten. Ein nicht hinzunehmender Kilowattstundenpreis, der den Eindruck des Adhoc-Ladens als Preisfalle nur noch verstärkt. Es ist leider zu bezweifeln, dass das ein Einzelfall ist. Auf diese Weise kommt weder die Elektromobilität noch der Ausbau von gut und einfach nutzbarer Ladeinfrastruktur vorwärts.

Der Bundesverband eMobilität beobachtet die Entwicklungen. Vorstand Markus Emmert erklärt: „Es geht dabei um eine Vielzahl an Themen.“ Preise müssten auch beim Adhoc-Laden unbedingt transparent dargestellt werden, das schließe auch Blockiergebühren und ähnliche Kosten mit ein, kommentiert er die Preisfallen. Auch müsste der Energiemarkt stärker reguliert werden, um Willkür einen Riegel vorzuschieben. „Ladestrom sollte nicht teurer sein als der Bezug von Haushaltsstrom. Sowohl AC als auch DC“, teilt Markus Emmert mit. Ganz grundsätzlich müssen Energie- und Ladepreise günstiger werden, so sein Standpunkt.

Zentrales Terminal für Ladeparks

Technagon-Geschäftsführer Manuel Pledl sieht das Thema Adhoc-Laden zwar im Grunde positiv, doch auch er glaubt, dass es an vielen Stellen noch Luft nach oben gibt: „Es darf dabei nicht zu einer übermäßigen Verteuerung jeder einzelnen Ladesäule kommen, das würde ’nur‘ wieder auf den Fahrstrom umgelegt werden und bezahlen muss es der Nutzer.“ Es brauche viel mehr Konzepte, die eine zentrale, einfache Möglichkeit schaffen, sogar einen kompletten Ladepark über ein Terminal zu bedienen. „An diesen Konzepten arbeiten wir“, so Manuel Pledl.

Denn der Grundidee des unkomplizierten und vor allem preistransparenten Ladens hat sich Technagon mit der Kooperation mit Giro-e schon vor langer Zeit verschrieben: „Letztendlich geht es darum, die Menschen zur Elektromobilität zu bewegen und zu begeistern. Wenn durch versteckte Gebühren und Intransparenz das schnelle Bezahlen an Ladestationen den Fahrern das Gefühl gibt, dass man sie über den Tisch ziehen möchte, wird das sehr schwierig“, weiß Manuel Pledl. Seine Firma werde auch in Zukunft dafür stehen, sowohl den Kunden als auch den Betreibern möglichst einfache, transparente und bequeme Möglichkeiten zu bieten, Ladesäulen zu betreiben und den Ladevorgang durchzuführen.

Weitere Informationen zum transparenten und bequemen Bezahlvorgang an Technagon-Ladesäulen sind hier zu finden.